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Druck

Heute ist der Geburtstag meiner Cousine , meine Eltern und meine Schwester sind zu ihr gefahren um ein bisschen zu feiern , wie wir das in der Familie halt so machen . Ich hatte keine Lust mitzukommen , 1. weil wir denn wieder 'n paar Stunden da sein werden obwohl es vorher hieß " Ja wir gehen auch nach einer Stunde wieder - versprochen " ... gehalten wurde es noch nie ^^ 2. weil meine Cousine auch an ihrem Geburtstag nicht besseres zu tun hat , als mir nett gemeinte Ratschläge zu machen . Hört sich ja eigentlich echt nicht schlimm an . Dann jedoch , fängt sie wieder an mit "und weißt du jetzt schon was du nach der Schule machen willst?! " "ruf doch mal da an und frag mal nach einem Beratungstermin - die können dir echt helfen ! " "jetzt musst du dir aber auch langsam echt Gedanken über deine Zukunft machen ! " Ich weiß , es ist alles nur nett gemeint und ich sollte ihren Ratschlägen folgen aber ich kann es einfach nicht ! Ich mache mir 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche unendlich Gedanken darüber und zerbreche mir den Kopf deshalb und ich kann nicht aufhören ! Ich selbst mache mir riesigen Druck wegen der Schule / Zukunft usw. und sobald mich jemand darauf anspricht, breche ich total zusammen . Schon 100 x fing sie wieder damit und , und jedes mal habe ich immer schön "Ja" gesagt und sowas wie " Ja das mach ich ganz bestimmt .. irgendwann..demnächst" aber sie hört nicht auf ! Sie ist meine Cousine und gehört zu meiner Familie - ich liebe sie - aber Ich hasse es wie sie mit mir über sowas spricht . Es ist total nett und wirklich hilfreich wenn sie mir so etwas sagt , das habe ich auch zur Kenntnis genommen aber nicht beim 100 x . Es ist mein Leben , meine Zukunft und meine Sache - sie kann mir NICHTS vorschreiben , was sie aber mit einem Unterton in ihren netten Ratschlägen versucht . Ich hasse es einfach . Und durch solche Gespräche steigert sie den Druck auf mich und somit auf mein verf*cktes Leben , als ob ich mir keine Gedanken um meine Zukunft machen würde ?! Aus Zukunftsängsten besteht ganzes mein Leben . Wie gesagt , ich denke pausenlos daran und zerbreche deshalb innerlich Tag für Tag immer mehr ... Kennt ihr das ? Kennst du das ? Du versuchst das beste aus einer Sache zu machen und es kommen immer wieder Leute , die dir "helfen" möchten und sich einfach ohne dich zu fragen in dein Leben einmischen ? Wahrscheinlich klingt es als sei ich eine undankbare .... mir fällt kein Wort ein ... (du weißt schon was ich meine ) aber so ist es nicht ! Ich finds echt mega nett , dass sie mir helfen will und das hat sie auch schon indem sie mir halt n paar Tipps gegeben hat , aber sie muss sie nicht die ganze Zeit in mein Leben einmischen ..finde ich zumindestens . Es reicht doch wenn sie ab und zu mal nachfragt ob in der Schule alles gut läuft - und wenn ich "Ja"sage mich einfach in ruhe lässt :/ Ich wollte mich nur mal dazu äußern , schönen Abend wünsche ich euch noch !

27.11.13 19:36, kommentieren

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Leben und Tod

Letztens hat sich ein Mädchen aus meiner parallel Klasse umgebracht . Pillen geschluckt – künstliches Koma – Hirntot – Geräte wurden abgeschaltet . So schnell kann es gehen . Ich kannte sie kaum , ich glaube darüber sollte ich froh sein sonst würde ich jetzt in ziemlicher trauer versinken … schätze ich mal .. Früher , als ich selber noch mit den Gedanken rumgespielt habe mich umzubringen , hätte ich mir gewünscht , dass es genauso kurz und schmerzlos für mich wäre .. Der Tod hat mir schon als kleines Kind schreckliche Sorgen bereitet , und wenn ich ab und zu auf den Gedanken komme ernsthaft über das Leben nach dem Tod ect. zu überlegen , muss ich schnell anfangen zu weinen . Es geht einfach nicht und ich will es auch nicht weiter vertiefen .Trotzdem , seit dem dieses mir doch ziemlich unbekannte Mädchen tot ist , beschäftigt mich diese trauer . Am 4.10.13 ist die Mutter eines Jungen aus meiner Klasse verstorben , sie hatte einen Schlaganfall . Pascal ( der Junge / ihr Sohn ) war nach dem zocken mit ein paar Freunden nach Hause gekommen und fand sie . Tod . Er versuchte sie zu reanimieren , und hat Hilfe geholt , er hat alles richtig gemacht doch am Ende konnte selbst das beste nicht mehr helfen . Pascal und ich waren nie gute Freunde , wirklich beliebt war er in der Klasse sowieso nicht , aber in den letzten Jahren haben wir alle als Klassengemeinschaft zusammen gefunden und verstanden uns alle recht gut . Am nächsten Tag , nachdem ich von dem Unglück erfahren hatte , meldete ich mich bei ihm um mein Beileid auszudrücken und Hilfe und Beistand anzubieten , daraufhin sagte er , dass er uns eigentlich schon länger als Freunde ansah . Das erfreute mich . Mit dem Tod hatte ich bis jetzt nicht wirklich etwas zu tun , keiner meiner Freunde , Familienmitglieder ( die ich kennengelernt habe ) oder Leute zu denen ich eine emotionale Bindung hatte sind verstorben . Ich kann es mir nicht vorstellen eine geliebte Person zu verlieren , am schlimmsten geht es mir wenn ich darüber nachdenke , dass meine Großeltern nicht für immer für mich da sein werden . Auch wenn sie alle ein wenig komisch sind und ihr Eigenarten an sich haben , haben sie von meiner Geburt an nur das beste für mich gewollt . Vor allem Oma & Opa Mütterlicherseits haben weder Kosten noch Mühen gescheut um uns Glücklich zu machen , dies habe ich leider als Kind ( unbewusst ) ausgenutzt , was mir heute wirklich leid tut . Ich liebe meine Großeltern einfach . Das selbe tun meine Eltern für mich natürlich auch alles aber bei ihnen habe ich nicht die ständige Angst , dass dieser Moment unser letzter sein könnte , obwohl der Tod meistens anders kommt, als man erwartet ( siehe Beispiel Pascal’s Mutter – sie war erst 38 Jahre alt ) . Viele Menschen sagen man solle jeden Tag leben als wäre es dein letzter , doch ich finde einfach , dass man jeden Moment den man mit den geliebten Menschen verbringt nutzen sollte – denn der könnte euer letzter gemeinsame Moment gewesen sein .

13.10.13 20:51, kommentieren